Vorwort

Hier das Vorwort, das im Programmheft zum U&D 19 erschienen ist.

Wer das komplette Heft runterladen möchte, scrollt bitte nach unten.



MOIN!


Es ist aber auch doof:

Da ist man von einem Konzert begeistert und teilt diese Begeisterung mit seinem Gegenüber. Gleichzeitig fühlt man sich gestört, wenn viele andere Menschen genau das Gleiche tun. Denn plötzlich herrscht so ein Grundrauschen im Konzertsaal (oder unserer Drinnen-Bühne), und man kann und mag sich gar nicht so richtig auf die Musik konzentrieren, die man doch gerne hören möchte. Klar, das Problem ist nicht so gravierend, wenn wir über den Auftritt einer sehr lauten Band sprechen – aber wenn die Band sehr dynamische oder einfach leise Musik spielt, wird’s schon mal arg.


Und was ich grad beschreibe, ist das normale Dilemma von Konzertgängern – aber dann gibt es ja noch die Herrschaften, deren Mitteilungsbedürfnis einfach sehr hoch ist und die sich von der Musik, die Ihr Gespräch beeinträchtigt, eher gestört fühlen. Aber nein, zu glauben, diejenigen gingen woanders hin – wo sind wir denn? Ich darf ja wohl noch hier stehen und mich mit meinen Freunden unterhalten…


Warum ich das schreibe?


Weil ich hoffe und glaube, dass man einander freundlich darauf hinweisen kann, wenn einen etwas stört. Und das Gegenüber das auch respektiert.


Aber ich schreibe das auch, weil wir so verrückt und wagemutig sind, an drei Abenden unsere mitternächtlichen Konzerte als Solo-Pianokonzerte zu gestalten.


Und das heisst einfach: zuhören – oder gehen. Während wir an anderer Stelle nur freundlich appellieren, werden wir hier etwas unnachgiebiger dafür sorgen, dass die, die zuhören wollen (hoffentlich viele), zuhören können.


Aber ganz grundsätzlich:

Respektiert die Musik, respektiert die Musiker.

Feiert, seid begeistert – und hört zu.


Und zum Zuhören und Entdecken gibt es eine Menge:

Natürlich, wie grad schon erwähnt, die Konzerte von drei ganz unterschiedlichen Pianistentypen DO./FR./SA. um Mitternacht auf der Drinnen-Bühne. Pieter de Graaf ergänzt seine Neo-KlassikStücke durch dezenten Elektronikeinsatz, Grey Paris hat eher einen Jazz-Background und Andi Obieglo, eine Hälfte des Duos Carolin No, beherrscht die Kunst der Reduktion, des Herausschälens der Essenz eines Songs wie kaum ein anderer.

Dann möchte ich Euch drei grandiose Stimmen ans Herz legen: Kyan und Lui Hill – und, selbstverständlich, Andreas Kümmert. Moderne Pop- & HipHop-Klänge gibt es von zwei der bekanntesten Bands der Niederlande, Chef’Special und The Cool Quest.

Freunde von deutschsprachiger Popmusik werden sich über das Wiedersehen mit den grandiosen Keimzeit freuen. Und den Freunden der Singer/Songwriter seien die Würzburger Hannes Wittmer, Hannah & Falco und Jakob ans Herz gelegt.

Aber entdeckt selber – im Vorfeld beim Stöbern im Programmheft und dann beim Festival. Einfach Augen und Ohren offen halten – aber das tut Ihr ja.


Bis demnächst auf den Mainwiesen


Ralf Duggen


Bei den Pianokonzerten werden wir unterstützt von


Das Programmheft zum runterladen: