Keimzeit

So. 23.06. um 20:50 Uhr, Draussen-Bühne

Mit Farben gegen das Schwarzweiß

35 Jahre auf der Bühne, 12 Studio-Alben, 2 Live-Alben, ein Album mit dem Deutschen
Filmorchester Babelsberg (2014), eine Werkschau in der dritten Auflage („Land in Sicht“) und viele weitere Nebenprojekte. Keimzeit, das ist so viel mehr als „Kling Klang“, das sind 35 Jahre Bandgeschichte der besonderen Art. Keimzeit haben das geschafft, was in Deutschland mittlerweile selten geworden ist:
Sie machen ehrliche Musik und die kommt auf Dauer an. Mit Farben gegen das Schwarzweiß.
Ob akustisch oder unter Strom, ob in zahlreichen Nebenprojekten, in großer Orchester-Besetzung – mit jeder Veröffentlichung finden Keimzeit Gehör und Beachtung, sowohl bei ihrer eingeschworenen Fangemeinde, als auch bei Kritikern.
Eines der Markenzeichen: Norbert Leisegangs unverwechselbarer Gesang. Von der ursprünglichen Familienbande Leisegang aus dem brandenburgischen Bad Belzig sind heute noch Norbert an der Gitarre und am Mikrofon und Hartmut am Bass aktiv. Andreas „Spatz“ Sperling (Piano, Orgel, Gesang) ist bereits seit 1993 mit an Bord, Martin Weigel (Gitarre und Gesang) und Sebastian Piskorz (Trompete, Flügelhorn und Gesang) bereichern die Band seit 2011, Lin Dittmann sitzt seit 2013 am Schlagzeug. Mit dem Ballettstück „KeimZeit“ feiert die Band ebenfalls große Erfolge – seit der Uraufführung gab es bisher 27 Vorstellungen in Gera, Altenburg, Erfurt und Dresden, nahezu alle waren ausverkauft.
Auf der neuen Platte „Das Schloss“ klingen Keimzeit…nach Keimzeit. Und das ist gut so: Intelligente deutschsprachige Popmusik. Keine Experimente (mehr). Die Texte sind melancholisch, witzig und erfrischend anspruchsvoll. Sie führen uns auf Entdeckungstour durch Leisegangs musikalische und intellektuelle Welt. Eins von Leisegangs Lieblingsliedern ist „Der fliegende Teppich“. Das sparsam und originell arrangierte Lied beschreibt ein höchst skurriles Streitgespräch zwischen einem Teppich und dem Boden, wer der Wichtigere sei. Am Ende reicht’s dem Teppich, und er hebt wutentbrannt ab. Eine witzige Parabel über eingefahrene, scheinbar untrennbare Beziehungen, die plötzlich und unerwartet verfliegen können.
Keimzeit waren übrigens schon mal auf dem U&D - 1999, 20 Jahre her.
Wird echt Zeit mit dem Wiederhören.

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