Kasse
Schichtbeginn & Vorbereitung
Dein Tag beginnt im Getränkebüro, wo du deine Standeinteilung erhältst – diese ist jeden Tag neu. Dort wird dir auch dein persönlicher Kassenkoffer mit allem Nötigen ausgehändigt: Wechselgeld, Bons, EC-Gerät, Übersichtstabellen sowie deine Kassennummer und der Standname (A, B, C, D). Der Koffer wird im Kassencontainer unter Aufsicht gelagert – du gehst niemals allein damit zum Stand, sondern immer mit Security oder einem Kassenläufer, organisiert durch das Büro.
Am besten bist du ein paar Minuten vor Schichtbeginn im Büro, damit alles stressfrei ablaufen kann.
Deine Aufgabe
An der Kasse beginnt für viele das Festival: Hier kaufen die Besucher:innen ihre Bons, mit denen sie später an den Getränkeständen bezahlen. Die Bezahlung an der Kasse erfolgt bar oder mit Karte. An den Ständen selbst wird kein Bargeld angenommen, dort wird ausschließlich mit Bons gearbeitet.
Du gibst die gewünschten Bons aus, begrüßt die Gäste, wickelst Zahlungen ab und kümmerst dich auch um die Pfandrückgabe, wenn Becher zurückgegeben werden. Zusätzlich hilfst du dabei, den Überblick am Pavillon zu behalten – du bist oft die erste Anlaufstelle für Fragen.
Das Bonsystem – kurz erklärt
Ein Bon kostet einheitlich 5,50 Euro – dabei handelt es sich um einen Pauschalpreis, in dem der Getränkepreis und der jeweilige Pfand bereits enthalten sind. Die Gäste müssen sich beim Kauf nicht entscheiden, welches Getränk sie möchten – alle Bons sind gleichwertig.
Jeder Bon besteht aus zwei Teilen: einem Getränkebon und einem Pfandbon, beide mit derselben Nummer. Diese Struktur ist wichtig für die Pfandabwicklung und muss beim Ausschank vollständig vorgelegt werden.
Wichtig: Der Bon darf nicht an der Kasse abgerissen werden – das übernimmt ausschließlich das Ausschankteam. Bitte weise auch die Gäste darauf hin, dass sie den Bon nicht selbst zerreißen.
Beispiel:
Ein Gast kauft einen Bon für 5,50 €, holt sich damit z. B. ein Wasser (3,50 € + 2,00 € Pfand) und gibt später den Becher zurück. Dann bekommt er 2,00 € Pfand zurück – das Getränk hat ihn also effektiv nur 3,50 € gekostet.
Pfandrückgabe & Bonrücknahme
Wenn Gäste ihre Becher zurückgeben, nimmst du den Pfandbon entgegen und steckst ihn in den Jutebeutel, der mit einer Klemme am Tisch befestigt ist. Das Pfand zahlst du in bar aus. Die Pfandbons werden am Ende deiner Schicht gewogen, um grob zu erfassen, wie viel zurückkam.
Nicht eingelöste Bons, bei denen beide Bonteile mit identischer Nummer vorhanden sind, kannst du wieder in deine Kasse legen und noch einmal verkaufen. Gäste dürfen ihre Bons bis Sonntagabend einlösen – du kannst sie ruhig darauf hinweisen, gleich mehrere zu kaufen, um nicht mehrfach anstehen zu müssen.
Umgang mit Geld
An der Kasse darfst du nur Bargeld bis 100 Euro annehmen. Achte bei jedem Schein auf Echtheit – prüfe Wasserzeichen, Sicherheitsfaden und Prägung.
Wenn es deine Zeit erlaubt, zähle zu Beginn dein Wechselgeld. Wird es während der Schicht zu viel in der Kasse, gibst du das überschüssige Geld in eine rote Geldtasche mit deiner Kassennummer. Sag in dem Fall der Bierstandleitung oder dem Getränkebüro Bescheid – das Geld wird abgeholt und sicher verstaut.
Ganz wichtig:
Du verlässt deine Kasse niemals unbeaufsichtigt.
Du läufst nie allein mit Geld über das Gelände.
Es wird kein Geld unter Kolleg:innen getauscht – jede Kasse wird einzeln abgerechnet.
Wenn du Wechselgeld oder zusätzliche Bons brauchst, gib frühzeitig Bescheid – gerade wenn du an einem weit entfernten Stand arbeitest. Die Wege sind lang, und es kann dauern, bis jemand bei dir ist.
Mülltrennung & Sauberkeit
Auch an der Kasse wird auf Sauberkeit geachtet. Achte auf Ordnung am Platz und die richtige Mülltrennung:
Einwegbecher in blaue Säcke
Mehrwegbecher in Becherkisten
Flaschen in Getränkekästen
Pausen
Nach sechs Stunden steht dir eine 30-minütige Pause zu – sie wird automatisch abgezogen. Sorge bitte selbst dafür, dass du diese Pause auch wirklich machst. Melde dich bei der Bierstandleitung oder im Getränkebüro, dann wird jemand zur Ablösung geschickt.
Wähle deine Pausenzeit klug – besonders an langen Tagen empfiehlt es sich, vor 18 Uhr eine Pause zu machen. Wenn du zwischendurch Hunger, Durst hast oder kurz zur Toilette musst, gib einfach Bescheid – wir finden eine Lösung.
Verhalten bei Konflikten & schwierigen Situationen
Auch an der Kasse kann es zu stressigen oder unangenehmen Momenten kommen – zum Beispiel, wenn Gäste drängeln, sich uneinsichtig zeigen oder aggressiv auftreten. In solchen Situationen gilt: DU musst das nicht allein klären. Melde dich bei der Bierstandleitung oder direkt beim Awareness-Team, wenn du dich unwohl fühlst oder Unterstützung brauchst.
Bei uns gilt: „DU bist König:in“ – dein Wohlbefinden hat Vorrang. Wir sorgen gemeinsam dafür, dass solche Situationen gar nicht erst entstehen oder schnell gelöst werden.
Kommunikation bei Unsicherheiten
Wenn du bei einem Bon, einem Zahlvorgang, dem Wechselgeld oder sonstigen Abläufen unsicher bist, gilt: Lieber einmal zu viel nachfragen als allein entscheiden. Wende dich in solchen Fällen an die Bierstandleitung oder das Getränkebüro – besonders wenn es um unklare oder beschädigte Bons, technische Probleme oder besondere Fragen der Gäste geht.
Was tun bei Kartenzahlungsausfall?
Sollte das EC-Gerät einmal ausfallen oder nicht funktionieren, bewahre Ruhe. Sag der Bierstandleitung sofort Bescheid, damit sie den Fehler prüft oder Ersatz organisiert.
Kein Bon darf ohne tatsächliche Zahlung ausgegeben werden – bitte auch bei Kulanzanfragen konsequent bleiben.
Umgang mit Andrang & Stressspitzen
Zu bestimmten Zeiten wird es an den Kassen richtig voll. Wenn du das Gefühl hast, dass der Andrang zu groß wird, du Unterstützung brauchst oder dir eine Trinkpause guttun würde: Sprich mit der Bierstandleitung.
Und ganz wichtig: Lass dich nicht stressen.
Wir sind auf einem Festival – die Leute haben Zeit mitgebracht. Niemand erwartet Hochgeschwindigkeit. Bleib ruhig, freundlich und konzentriert – das wirkt sich positiv auf alle aus.